Mittwoch, Dezember 13, 2017

Im Garten des Mondes - eine kleine Weihnachtsszenerie

Hey, diddle diddle!



Kennt Ihr das?
Den Diddle? Einen Riddle?
Humpty Dumpty?
Ja?
Ach, einfach herrlich, diese so sinnentleerten Reime.
Ich liebte sie als Kind. 
Je schräger und unsinniger, desto wunderbarer fand ich sie.
Schon allein deshalb, weil sie so anders als diese Welt waren, 
da sie sich mal eben nonchalant über Gesetze wie Sinnhaftigkeit und Schwerkraft hinwegsetzen konnten.
Und wo die Kuh über den Mond springt, da ist ein Wandpferd nicht weit... ;)

Ein wenig so bin ich auch.
So habe ich auch statt eines Weihnachtsbaumes oft ein bestimmtes Bild vor Augen.

2014  lief hier bei uns noch eine Laterne auf Stelzen ;)




2015  hatten wir ja unter anderem dieses Projektlein als Bühnenbild,
für das wir im Vorfeld extra eine Wand aufpockelten:




2016  waren es all die kleinen Szenen,
die auch in der Jeanne D´Arc Living gezeigt wurden,
und diese hier mit unserer Weihnachtstruhe.
Doch die Chocolat-Kiste ist mittlerweile im Ganzjahreseinsatz in der Küche -
sie hält die Austernschalen, die immer im Februar hinzukommen,
ich konnte also diese Rolle nicht mehr vergeben... ;)

Méas Vintage: Seelenzeit und Julmond

Und für dieses Jahr des Sterns musste es doch ein ganz bestimmtes Bild sein, nicht wahr?
Ein kleines Bühnenbild, ein Park, der Mond am Himmel, der einen See bescheint... 
und ein magisches Pferd, das darüber hinweg springt.

Den Werdegang der Bank hatte ich bereits gezeigt, 
und da ich das Atelier nun einmal nicht wirklich fluten kann,
spielte der große, selbstgemachte Spiegel den See.
Fehlte also noch der Mond.

Doch nicht irgendein Mond sollte es sein, non.
DER Mond.
La Lune.
Eine Sichel - ein zunehmender Mond...
Ich war mir nicht ganz sicher -
und so guckte ich die alten Postkarten an.

Der Mond hat aufgrund seiner unebenen Oberfläche und Kratern bei genauerem Hinsehen ja keine wirklich durchgehende innere Sichel-Linie.

Vielleicht ist das der Grund, weshalb oft wohl ein Gesicht, sogar eine Zipfelmütze in ihn hereininterpretiert wird?
Nun, so unregelmäßig wollte ich es auch halten:

Und wie wenig ich doch den Mond im LED-Zeitalter (noch) kenne.
Ich habe doch glatt vergessen, dass der Mond manche Nacht so beschienen  wird, dass ein Reif um ihn herum erscheint.
Früher hat man genauer hingesehen, war noch nicht so reizüberflutet...
Da war der Mond den Menschen noch wunderbar.


Der Entwurf stand fest.
Nun wurde gezirkelt:


 Erst die Außenlinie.
Auf den Fotos ein unbezahlter Handwerker ;)...


Dann die innere Linie, die noch verändert würde.


Ein wenig noch abflachen...


Aussägen.



Mit meiner Cartapesta brachte ich noch Kraterchen und die unebene Fläche auf,
da ich Dreidimensionalität so viel lieber habe.
Noch ein wenig Blattsilber...


So schön, das passt so gut zu dem silbernen Winterblatt:
(Link)


Und wenn ich nun werkle, sehe ich nicht nur hierhin,


sondern auch hier hinein und freue mich.


Doch oha, beim Nähertreten fällt mir auf...,


... da fehlt doch jemand? Mein kleiner Hobbit?

Ah, so ist es gut. Jetzt stimmt das Bild. Jetzt ist auch die Wintersonne herausgekommen, da heißt es für den kleinen Pelzmuff: "Popo wärmen" ;)


Mistral aber, das Wandpferdlein auf dem Tisch, er wird nun gehen. 
Wird schwer...
Der kann soooo schön gucken.
Meine Güte, ist das ein Herzensbrecher!


Na, der liebe Timbatha bleibt ja bei mir.
Und es entsteht bereits ohnehin gerade ein E...
Halt, jetzt hätte mich doch glatt beinahe verplappert!
Pssst...


Eure loony Méa,
gerade abwesend, da auf Mondfahrt...



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habe ich für kurze Zeit
 meine Weihnachtswelt 
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DANKE :)

Sonntag, Dezember 10, 2017

Eine Parkbank, Magnolienzapfen und ein Weihnachtsfenster

Mitten im goldenenDezember...

Die letzten Jahre hatte es mir ja bereits der Gedanke angetan,
kleine Bühnenbilder zur Weihnachtszeit zu erschaffen.
Ich mag nämlich hier keine Weihnachtsbäume oder Kränze,
ja, da bin ich ganz kauzig :)
Und Bühnenbilder mag ich wirklich SOoooo gerne.

So gingen wir ans Werk.
Ich wollte dazu aber vor allem Dinge verwenden, die wir bereits hatten.
Dinge, die mir helfen würden, 
die Bilder, die da so in mir herumschwirrten, umzusetzen
Und zwar einfach, nicht mühselig.

Eines dieser Bilder hatte mit den Mondschaukeln auf alten Karussellen zu tun, die so herrlich gerundet waren.

Ich liebe alte Karusselle...



Andererseits sah ich einen Park vor mir, 
irgendwo in einem alten Paris, dem Paris Lestats vielleicht, 
und da war ein Mond, der einen See beschien...

Aber zu dem erst später. 

Le Banc

Erst einmal musste eine Bank her. 
Nicht irgendeine. DIE Bank.
Typ französische Parkbank, jawohl.
Nicht minder, rümpf.

Vor einiger Zeit wurde ich tatsächlich auf einem Flohmarkt fündig. 
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch?

Und seit dieser Zeit warteten die Schönen auf ihren Einsatz.
Sie sollten nun eine der Hauptrollen bekommen.

Es gelang im Handumdrehen, so eine Bank ist ja wirklich nicht so schwierig...

Der arme König musste nur all die Latten einzeln sägen, 
da er viel zu breite kaufte.
Jaja, mal wieder nicht auf die Königin gehört, hmhmhm...
Nur so irgendwie hingehört, jaja...
So musste er noch dazu all die Kanten brechen.
Das hatte dann aber den Effekt des kaum merklich Unregelmäßigen,
und so ward die kostbare Zeit nicht verloren, 
sondern verlieh der Bank den Charme früherer Zeiten.
Ich war wieder versöhnt - obwohl er 2,5 cm und nicht 2,7 cm gesägt hatte... ;), grumpfel...
Aber ich kann ja froh sein, dass er ein Ritter ist und es überhaupt machte.
Die fehlenden Latten sind übrigens Absicht.
Also, ich meine, meine Absicht ;)


Ich schwang noch den patinösen Pinsel, nüchwahr...





Voilà!
Wir sind völlig hingerissen von diesen Rundungen -
der ganzen Konstruktion.
Oh, die hatten noch Können, diese alten Könner.
Diese Ranken, ich meine,
das ist schweres Gusseisen!
Und alles passt auch zu den Winterblättern, die ich gemacht habe.
Wie schön...

Der Zweig mit den Blättern ist wie eine Schwinge gebogen, fiel mir da auf.
Ich kann wohl nicht anders...

So ward also das Bänklein geschafft,
und wir freuten uns.

Das war das eine.
Schon sehr sehr nett, befanden wir,
doch es fehlte ja noch etwas ganz Entscheidendes zu unserem Weihnachts-Bühnenbild.
Und so machten wir eine kleine Mondfahrt ;)
Was dabei herauskam, das zeige ich Euch im nächsten Post,
denn parallel zu alledem machten wir noch etwas,
das ich Euch auch zeigen will:

EinWeihnachtsfenster mit Magnolienzapfen

Wie, Magnolienzapfen gibt es nicht?
Gibt es DOCH.
Bei uns schon.
Denn man/frau/könig kann ja tricksen.

Mit Draht, ein paar Magnolienzweig-Stücken,
verbrämt mit Pappmaché an den Ansatzstücken,
sahen die Zapfen schwupps-di-wupps aus, 
als seien sie tatsächlich aus diesem Ast gewachsen.
Die Pappmachéstellen kann man dann nach dem Trocknen noch wunderbar mit Farbe angleichen,



dann denkt jeder, ui, Magnolienzapfen gibt es doch ;)).

(Anm: Magnolienzweige, die draußen waren und ganz durchfeuchtet sind,
kann man wunderbar biegen - sie bleiben dann auch brav in der neuen Form...)

Und aus dem Balkon-Shutter, der nun ja herein muss,
entstand etwas ganz anderes...

Ein Weihnachtsfenster!

Den Shutter hatten wir damals aus einem schönen alten Fenster gemacht,
hier der Link, falls es interessiert.





Wir haben dann von der anderen Seite einfach ein "Fenster-Brett" mit Winkeleisen angeschraubt,
auf dem nun Kerzen stehen.
Nach Weihnachten machen wir es wieder ab und die Bohrlöchlein werden versiegelt.






Hobbit staunte nicht schlecht :),

Fertige Bestellungen sonnen sich ab jetzt zur Trocknung im Glanze der Vorweihnacht bei Kerzenschein.
Das ist sooo schön, denn beim Werkeln gucke ich genau hierhin.





Ich mache dann mal schnell weiter;
es ist noch einiges bestellt, 
bevor ich wieder zum Mond fliege ;))
Der ist so nett geworden,
er kommt im nächsten Post...

Eure botanische Méa 
 mit den Magnolienzapfen...

Post Postum: 
Vielen Dank für all die lieben Worte 
über und an unser neues Pferdlein,
das ich geschnitzt habe.
Der Schlingel hat sich derart gefreut,
dass er sich zum Paradepferdlein herausputzte!
Wie der guckt...!




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